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Zur Person

Lukas Mandl wurde am 12. Juli 1979 als viertes von fünf Kindern einer Holländerin und eines Steirers geboren. Seine Eltern hatten sich 1967 in Wien angesiedelt und waren ab 1979 „Häuslbauer“ in Gerasdorf bei Wien, wo Lukas Mandl ab seinem zweiten Lebensjahr aufgewachsen ist.

Lukas Mandl absolvierte die Volksschule in Gerasdorf, die Unterstufe des Gymnasiums in Wien-Floridsdorf und die Handelsakademie in Wien-Landstraße. Bis zu seinem 18. Lebensjahr verbrachte Mandl – als Sohn einer aktiven Dressurreiterin – viel Zeit im Reitstall und auf „den Rücken der Pferde“. Und er war Ministrant in seiner römisch-katholischen Heimatpfarre Gerasdorf.

Zum Start Handelsakademie wurde er zum Klassensprecher gewählt, nahm am 8. November 1993 an einem Klassensprecher-Kongress teil und „fing Feuer“ für die politische Arbeit, für die Vertretung gemeinsamer Anliegen.

Vor dem 12. Juni 1994 kam das frische politische Engagement erstmals voll zum Tragen, als der 14jährige Mandl in seinem Umfeld für die Zustimmung bei der Volksabstimmung über Österreichs Beitritt zur Europäischen Union warb.

Nach seiner Zeit in der Schülervertretung, die er 1998/99 als Bundesobmann der Schülerunion abschloss, engagierte sich Mandl in der Jungen ÖVP und war in diesem Rahmen unter anderem Vorsitzender der Österreichischen Bundesjugendvertretung. Im Jahr 2008 wurde Mandl durch Vorzugsstimmen in den Landtag Niederösterreichs gewählt, 2013 wurde er wiedergewählt und übernahm den Vorsitz des Europa-Ausschusses im Landtag.

Von 2015 bis 2017 war Mandl in führender Rolle bei der Umsetzung der Verwaltungsreform durch die Aufteilung des ehemaligen Bezirks Wien-Umgebung auf vier Nachbarbezirke aktiv. Auf der Basis des einschlägigen Vorhabens der Landesregierung stellte Lukas Mandl im Landtag selbst den Antrag auf Auflösung seines eigenen Bezirks und Wahlkreises. Damit hat er einen persönlichen Beitrag zur Verwaltungsreform geleistet und ist im Sinne der Sparsamkeit mit Steuergeld persönliches Risiko eingegangen. Schließlich war Mandl in Wien-Umgebung zwei Mal durch Vorzugsstimmen gewählt worden. Im Vorfeld des Landtags-Beschlusses vermittelte Mandl zwischen den Bürgerinnen und Bürgern seiner Heimatstadt Gerasdorf und der Landesregierung. So konnte die ursprünglich geplante Neu-Zuordnung Gerasdorfs revidiert werden. Gerasdorf gehört heute zum Bezirk Korneuburg. Dafür hatte sich Mandl eingesetzt. Außerdem konnte Mandl den Anliegen besonders der Bürgermeister und der Blaulicht-Organisationen in den Gemeinden Lanzendorf, Leopoldsdorf und Maria Lanzendorf (heute Bezirk Bruck an der Leitha), sowie in Gablitz und Mauerbach (heute Bezirk St. Pölten), für Änderungen bei der Bezirks-Zuordnung zum Durchbruch verhelfen. Nach dem Beschluss im Landtag betätigte sich Mandl aktiv im umfassenden Change Management, das bei der Neuordnung mehrerer Regionen und deren Institutionen oberste Priorität hat.

Bei der Europa-Wahl 2014 erreichte Mandl durch Vorzugsstimmen österreichweit den Platz 5 der ÖVP. 2017 wechselte er vom Landes-Parlament ins Europa-Parlament. Mandl „brennt“ nicht nur für Österreich und Europa, sondern auch für den Parlamentarismus, der für ihn „eine der großen Innovationen der Menschheit ist – wie das Rad, der Buchdruck oder der elektrische Strom“. Mandl ist „dankbar dafür, dass ich die Österreicherinnen und Österreicher im Europa-Parlament vertreten und für unsere rot-weiß-roten Interessen arbeiten darf“.

In seiner Heimatstadt Gerasdorf, wo er ab 2010 aus der Opposition Verkehrs-Stadtrat gewesen war, erreichte Mandl als Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl 2015 das beste Volkspartei-Ergebnis seit einem Vierteljahrhundert und die erste Beteilung seiner Stadtpartei an einer Stadtregierung. Bis 2017 diente Mandl gut zweieinhalb Jahre als Vizebürgermeister seiner Heimatstadt. Zu größeren bleibenden Erfolgen zählen die Ansiedelung eines Pflegeheims in Gerasdorf, für die Mandl jahrelang verhandelt hatte; die Zuordnung Gerasdorfs zum Bezirk Korneuburg im Rahmen der Verwaltungsreform, für die Mandl sich mit Nachdruck gegenüber der Landesregierung eingesetzt hatte; sowie die Schaffung eines Gedenksteins und eines lebendigen Gedenkens bezüglich eines Zwangsarbeitslagers in Gerasdorf, wo 1944 jüdische Kinder, Frauen und Männer aus Ungarn interniert gewesen waren. Mandl holte Wissenschafterinnen und Wissenschafter von der Akademie der Wissenschaften, dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes und des Simon Wiesenthal Instituts an Bord, um für eine seriöse Aufarbeitung und damit für ein würdiges Gedenken zu sorgen. „Bleibend berührend war und ist für mich die Begegnung mit István Gabor Benedek, der als Kind in dem Lager interniert gewesen war und uns heute die Hand zur Freundschaft entgegenstreckt. Es ist unsere Ehre als Gersdorferinnen und Gerasdorfer, dass dieser Zeuge und Überlebende des größten Verbrechens der Menschheit unsere Ehrenbürgerschaft angenommen hat damit heute ein Gerasdorfer Mitbürger ist.“ Lukas Mandl  war initiativ an der Gründung der Freunde der Schülerunion, des Fanclubs der Niederösterreicher für Rapid, der Österreichisch-Kosovarischen Freundschaftsgesellschaft und der Initiative für politische Qualität beteiligt. Seine zivilberufliche Laufbahn führte Mandl von der Selbstständigkeit mit Vorträgen und Seminaren sowie Moderationen und Texten (seit 1998) unter anderem über die Tätigkeit als externer Universitätslektor an der Wirtschaftsuniversität Wien (2008 – 2016), als Sales-Betreuer eines österreichischen Software-Unternehmens (2015), als Generalsekretär des Arbeitnehmer/innen-Bundes (2010 – 2012), als Referent der Volkspartei Niederösterreich (2005 – 2008), als Trainee der Industriellenvereinigung (2002 – 2005) bis zur Tätigkeit als parlamentarischer Mitarbeiter (2000 – 2002).

Zum Bildungsweg: Nach der Handelsakademie-Matura hat Lukas Mandl den Grundwehrdienst beim Österreichischen Bundesheer absolviert und nach einem Ausflug in das Studium der Handelswissenschaften jenes der Kommunikationswissenschaften in Fächerkombination an der Universität Wien abgeschlossen. Berufsbegleitend hat er unter anderem 2011 das International Visitors Leadership Program des US State Department und 2018 den Strategischen Führungslehrgang der Österreichischen Bundesregierung und des Nationalen Sicherheitsrats absolviert.

Kongress-, Vortrags- und Studienreisen haben Mandl unter anderem in diese Städte geführt: Bellinzona, Schweiz; Berlin, Deutschland; Brčko, Bosnien-Herzegowina; Brüssel, Belgien; Budapest, Ungarn; Castel Gandolfo, Italien; Colombo, Sri Lanka; Düsseldorf, Deutschland; Frascati, Italien; Lago Di Como, Italien; Luzern, Schweiz; Marseille, Frankreich; Nancy, Frankreich; New York City, USA; Østfold, Norwegen; Peking, China; Pristina, Kosovo; Skellefteå, Schweden; Shanghai, China; Stuttgart, Deutschland; Tallinn; Estland; Timisoara, Rumänien; Vukovar, Kroatien; Valencia, Spanien; Warschau, Polen; Washington D.C., USA; Zagreb, Kroatien; Zürich, Schweiz u.a.

Mandl hat folgende Mitgliedschaften: Advisory Board Vienna Congress Comsult, Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik (AIES, Vorstandsmitglied), Bruderschaft der Santa Maria Dell’Anima, Club Alpbach NÖ, Club 35 der Jungen ÖVP, Ballei Österreich des Familiareninstituts des Deutschen Ordens, Hayek Institut, Institut der Regionen Europas (Kuratorium), Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM, kooptiertes Vorstandsmitglied), Karl Kummer Institut, NÖ Landesjagdverband, ÖAMTC, ÖCV-Wirtschaftsclub, Die neue Volkspartei und mehrere ihrer Teilorganisationen, Polizeifreunde NÖ, Raiffeisen-Regionalbank Gänserndorf, Rotary Club Wien-Hofburg, SK Rapid Wien, SME Connect (Vorstand), Verein der Steiermärker in Wien, fünf katholische Mittel- und Hochschülerverbindungen in MKV und ÖCV (Austria Purkersdorf, Joannea Weiz, Kreuzenstein Wien, Rhaeto-Danubia Wien, Floriana St. Pölten).

Lukas Mandl ist mit der Juristin Kristina Mandl verheiratet und hat mit ihr drei Kinder, geboren in den Jahren 2005, 2007 und 2010. Die Familie lebt in Gerasdorf-Seyring.