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ÖVP-Mandl: EU leistet weltgrößten Beitrag zur humanitären Hilfe

Das kann unser Selbstbewusstsein stärken/Junge Freiwillige in EU-Solidaritätskorps aktiv/Zum Teil hohes Risiko für Helfer
Brüssel (OTS) – „Die humanitäre Hilfe für Menschen in Katastrophenfällen und Notsituationen ist unsere Pflicht als Europäische Union, wo die Bürgerinnen und Bürger in der Regel in Wohlstand und sozial abgesichert leben. Rund 142 Millionen Menschen in 57 Ländern sind derzeit von humanitärer Hilfe abhängig – Tendenz steigend“, sagt der ÖVP-Europaabgeordnete und EU-Außenpolitiker Lukas Mandl anlässlich des heutigen Internationalen Tages der humanitären Hilfe. „Das Europäische Solidaritätskorps erleichtert es jungen Menschen, bei Einsätzen der humanitären Hilfe einen Beitrag zu leisten und Erfahrungen zu sammeln“, so Mandl, der heute selbst von einer privaten Reise zur Mithilfe bei den „Missionarinnen der Nächstenliebe“ in Kalkutta heimkehrt.

Europa ist weltweit der allergrößte Akteur in der humanitären Hilfe – und zwar mit einem Budget von 8,73 Milliarden Euro in der laufenden Finanzierungsperiode von 2014 – 2020. Für den Zeitraum von 2021 – 2027 wird über eine Aufstockung der Mittel auf 9,76 Milliarden verhandelt, zu den Preisen von 2018. Fast die Hälfte der EU-Mittel für humanitäre Hilfe 2017 floss nach Afrika.

„Von dem Einsatz unserer Helferinnen und Helfer hängt es ab, ob viele tausend Menschen verhungern und verdursten oder aber genug zu essen und zu trinken haben, um zu überleben und neue Hoffnung für ihren weiteren Lebensweg schöpfen können“, sagt Mandl. „Dabei gehen die Helferinnen und Helfer oft erhebliche Risiken für ihr eigenes Wohl und ihr Leben ein, schließlich werden rund 80 Prozent der Einsätze in Gebieten geleistet, in denen es bewaffnete Konflikte gibt. Die globalen Summen sprechen eine klare Sprache: 399 Helferinnen und Helfer wurden im Vorjahr bei 221 Angriffen Opfer von schweren Gewalttaten. Dabei wurden 126 von ihnen getötet, 143 verwundet und 130 entführt“, berichtet der außenpolitische Sprecher der ÖVP-Delegation im Europaparlament.

„Die humanitäre Hilfe findet fast unbemerkt von der Öffentlichkeit statt. Dabei ist sie eine der stärksten Leistungen, die wir Europäerinnen und Europäer weltweit erbringen. Das kann und soll unser Selbstbewusstsein stärken“, findet Mandl. „Wir dürfen Menschen in Not nicht im Stich lassen. Dafür müssen wir auch mehr Bewusstsein schaffen. Dort, wo es die Sicherheit erlaubt, ist es durch das EU-Solidaritätskorps jungen Menschen möglich, zu sehen, was Katastrophen- und Notsituationen für Menschen bedeuten können, und praktisch bei der humanitären Hilfe tätig zu werden. Freiwillige zwischen 17 und 30 können sich beim Europäischen Solidaritätskorps bewerben“, informiert Mandl.

19. August 2019 News

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