Weltfrauentag: Winzig, Mandl für volle Gleichberechtigung

Utl.: Winzig: Gehalts- und Pensionsschere schließen, gegen häusliche Gewalt vorgehen / Mandl: „Gleichberechtigung ist Thema für jeden vernünftigen Menschen“

Brüssel, 8. März 2021. „Wir schreiben das Jahr 2021 in Europa und Frauen verdienen im Schnitt weiterhin deutlich weniger als Männer, sie erhalten noch viel weniger Pension und sie sind gerade in Zeiten der Pandemie immer häufiger Opfer von zumeist häuslicher Gewalt“, skizziert Angelika Winzig, ÖVP-Delegationsleiterin im Europaparlament die Lage anlässlich des heutigen Weltfrauentags. „Hier müssen wir energisch gegensteuern, nur volle Gleichberechtigung ist akzeptabel“, sagen Winzig und Europaabgeordneter Lukas Mandl, Arbeitsmarktsprecher der ÖVP im Europaparlament. „Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist noch immer nicht hergestellt, in keiner einzigen Gesellschaft der Welt. Weltweit machen Männer unter dem Motto der Initiative ‚He For She‘ darauf aufmerksam, dass der Kampf für Gleichberechtigung nicht ein Thema der Frauen ist, sondern ein Thema jedes vernünftigen Menschen“, meint Mandl.

„Im EU-Schnitt haben Frauen ein Einkommen, dass um 14,1 Prozentpunkte unter jenem der Männer liegt. In Österreich sind es sogar 19,9 Prozentpunkte. Das liegt auch daran, dass Frauen oft in Branchen oder Abteilungen in Unternehmen arbeiten, wo das Lohnniveau niedriger ist. Fast die Hälfte der Frauen arbeitet zudem in Teilzeit, während das nur gut ein Zehntel der Männer macht“, erläutert Winzig. „In der Folge liegen die Pensionen von Frauen laut Statistik Austria je nach Berechnungsmethode durchschnittlich um 40 bis 50 Prozent unter jenen der Männer. Frauen sind daher wesentlich stärker von Altersarmut bedroht. Ein Weltfrauentag ist eine feine Sache, aber was wirklich zählt ist, dass wir alle Hebel in Bewegung setzen, um diese ungerechte Situation zu ändern.“

„Denn es ist einleuchtend, dass eine größere Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt zu fairen Bedingungen nur positiv für das Wirtschaftswachstum sein kann. Gerade in technischen Berufen mangelt es an Frauen, hier müssen wir vor allem schon in der Bildung, der Motivation und Aus- und Weiterbildung ansetzen“, sagt Winzig. „Und Gewalt gegen Frauen hat in unserer zivilisierten Gesellschaft in Europa nichts zu suchen. Hier ist Österreich mit seinem letzten Gewaltschutzgesetz einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Jeder Fall muss geahndet, den Frauen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben gewährleistet werden. Alles andere ist nicht hinnehmbar“, sagt Winzig. Mandl fügt hinzu: „Die Initiative ,He for She‘ geht auf die Vereinten Nationen zurück und hat viel zivilgesellschaftliche Aktivität entfaltet. Und diesem Motto schließe ich mich an. Die Menschheit bleibt weiter hinter ihren Möglichkeiten, wenn Frauen nicht gleichberechtigt sind. Da ich Ungerechtigkeit nicht leiden kann und nicht zuletzt als Vater zweier Töchter, der für diese jungen Frauen die bestmögliche Zukunft will, unterstütze ich die Initiative ‚He For She‘.“

8. März 2021 Presseartikel Europaparlament, Gleichberechtigung, häusliche Gewalt, He for She, Pensionen, Vereinte Nationen, Weiterbildung, Weltfrauentag, Winzig

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