Mandl/Sagartz: „Die USA sind Europas wichtigster Partner“

Straßburg (OTS) – „Europa und die USA sind natürliche Verbündete, wir teilen unsere demokratischen und humanistischen Werte weitgehend. Diese Partnerschaft ist für uns global zweifellos die wichtigste. Zugleich brauchen wir mehr eigene Stärke und Selbstständigkeit, damit wir diese und andere Beziehungen auf der Weltbühne auf Augenhöhe führen können“, sagten die ÖVP-Europaabgeordneten Lukas Mandl und Christian Sagartz zur heutigen Plenardebatte über die künftigen Beziehungen zwischen der EU und den USA.

„Die von Europa vertretenen Werte und die vitalen Interessen der Europäerinnen und Europäer von heute und morgen verlangen, dass die EU mehr Stärke nach außen entwickelt, dass wir das aufbauen, was die Fachleute ’strategische Autonomie‘ nennen. Das betrifft alle Bereiche: Innovation, Produktion, Sicherheit, Klimawandel und Krisenbewältigung – überall muss Europa die eigenen Stärken ausbauen„, sagt Mandl, Außenpolitik- und Sicherheitssprecher der ÖVP im Europaparlament. „Durch innenpolitische Turbulenzen in den USA vor Jahren sowie durch das gemeinsame Scheitern des politischen Westens in Afghanistan wurde die Partnerschaft schwer geprüft, aber sie hat standgehalten. Jetzt gehört sie erneuert und wir brauchen weitere Fortschritte im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit – auf der sogenannten multilateralen Ebene. Die Rückkehr der USA in die Weltgesundheitsorganisation WHO und ins Pariser Weltklimaabkommen waren wichtige Schritte. Ein nächster willkommener Schritt wäre die Wiederbelebung der Welthandelsorganisation WTO.“

„Demokratie ist nicht selbstverständlich und der Sturm auf das Kapitol in den USA vor knapp einem Jahr hat uns gezeigt, dass wir die demokratischen Errungenschaften und die Grundwerte immer aufs Neue verteidigen und absichern müssen. Nur 25 Prozent der Staaten weltweit haben demokratische Strukturen, wie wir sie leben. Das Interesse dieser Staaten im Sinne unserer gemeinsamen Werte ist naturgemäß groß, die Zusammenarbeit enorm wichtig. Das gilt für die Beziehungen Europas mit den USA und auch mit Großbritannien und Australien, mit denen die USA ihre Beziehungen jetzt angekündigt haben, vertiefen zu wollen. Wir alle repräsentieren den politischen Westen und dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen“, sagt Sagartz, stellvertretender Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses und Vertreter der ÖVP im Außenpolitischen Ausschuss des Europaparlaments. „Europa und die USA stehen vor großen Herausforderungen wie der Bewältigung der Corona-Pandemie, deren wirtschaftlichen und sozialen Folgen und dem Kampf gegen den Klimawandel. Hier müssen wir gemeinsam und konsequent vorgehen, wenn wir erfolgreich sein wollen.“

6. Oktober 2021 Presseartikel, Unkategorisiert Außenpolitik, Demokratien, Europäische Union, Innovation, Krisenbewältigung, Stärke nach außen, strategische Autonomie, USA, Zukunft Europas, Zukunftsperspektiven, Zusammenarbeit, Zusammenarbeit der EU Mitgliedsstaaten

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