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Niemals vergessen! Niemals wieder!

Im Zuge meines jüngsten Besuchs in Israel, über den ich hier zur Wirtschaft und hier zu Sicherheit und Gesellschaft schon gebloggt habe, habe ich auch die Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem besucht.

Es ist die wichtigste Gedenkstätte in Israel und vielleicht weltweit. – Ich war dankbar für die vielen Detailinformationen in der Ausstellung und deren Aufbereitung.

Wirklich betroffen gemacht und zu Tränen gerührt hat mich jener Ort, von dem ich schon öfter gehört hatte – vor vielen Jahren auch von meinem Vater – zum Gedenken an die Kinder, die von den Verbrechern des „Dritten Reichs“ und deren Helfern ermordet worden waren. Unter den rund sechs Millionen Holocaust-Opfern ist rund eine halbe Million Kinder.

Dieser Teil der Gedenkstätte muss jedem Menschen, der ein Herz hat, in starker Erinnerung bleiben. In einer Art konstruierter dunkler Höhle, die innen sehr weit und groß wird, in der unzählige Lichter leuchten, sind in einer Endlos-Schleife die Namen der ermordeten Kinder, jeweils ihr Alter bei der Ermordung sowie ihr Herkunftsland, zu hören.

Wie mir schon bei der Vorbereitung und Durchführung des Gedenkprojekts in meiner Heimatstadt Gerasdorf immer mehr klar geworden ist, zeigt spätestens die Frage, ob nicht schon genug erinnert und gedacht worden sei, dass nie genug erinnert und gedacht werden kann. Denn die Opfer sind auch für immer Opfer. Und eine zivilisierte Gesellschaft gedenkt ihrer Opfer, besonders wenn sie in einem so monströsen politischen Verbrechen wie jenem des Nationalsozialismus, des Holocaust, der Shoa ermordet wurden. Der Mensch ist ein zum Mitgefühl fähiges Wesen, also ist Mitgefühl mit den Shoa-Opfern etwas, das wir den Opfern schulden, und das gleichzeitig grundlegend ist für das, was auf das „Niemals vergessen!“ immer folgen muss, nämlich das:

„Niemals wieder!“

Daran sei heute aus dem Anlass des Jahrestags der Pogromnacht erinnert.

9. November 2019 Blog

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