Lukas Mandl für respektvollen Umgang, gegen Intoleranz (Wiener Landtag, 26.06.2026)
- 26. Juni
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Nach einer teils hitzigen Debatte im Wiener Landtag zu Europathemen ging der österreichische Europaabgeordnete Lukas Mandl auf von Abgeordneten der FPÖ Wien getätigte Aussagen und Bemerkungen ein. Mandl betonte die oberste Funktion der Europaabgeordneten, "zu verhandeln", und zwar "für Land und Leute". Sein Motto sei nicht zufällig "Rot-Weiß-Rot in Europa". Hier gehe es um konkrete Detailarbeit und Verhandlungsgeschick. Lukas Mandl unterstrich die Bedeutung der europäischen Integration "für Freiheit, Frieden und Wohlstand" und begrüßte ausdrücklich die Ausführungen von Stadträtin Kasia Greco, die anhand ihres eigenen Werdegangs die Chancen, die durch den Fall des Eisernen Vorhangs und die europäische Integration eröffnet worden waren, beschrieben hatte.
Zu anderslautenden Einschätzungen aus der FPÖ merkte Mandl an, dass in Ungarn "eine Politik der Intoleranz abgewählt worden sei, davor in Polen". Die liberale Demokratie sei es wert, verteidigt zu werden, "und zwar gegen alle Formen der Intoleranz". Man sei "auf irgendeinem Auge politisch blind", wenn man den Islamismus nicht wahrhaben wolle oder die hybriden Angriffe durch Putin-Russland, oder die Gefahr etwas durch Identitäre. Dass im Wiener Stadtparlament die Verwendung von Begriffen, "die eindeutig der Sphäre der AfD oder der Identitären zuzuordnen" seien, "nicht unwidersprochen zur Kenntnis genommen" würden, sei ein gutes Zeichen. Abschließend plädierte Mandl ein Mal mehr dafür, Anstand und Respekt zu zeigen, wenn die Hymne Europas erklinge. "Einige Linksextreme und einige Rechtsextreme bleiben im Europaparlament demonstrativ auf ihren vier Buchstaben sitzen, wenn die Hymne gespielt wird; aber nicht alle. Österreichs Freiheitliche Partei gehört leider zur ersteren Gruppe."
