Lukas Mandl live auf Welt TV zu Integration und Migration (20.08.2026)
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Auf die "riesige Herausforderung der Integration" in der Folge der Migrationskrise ab 2015, auf das Sterben, "das endlich ein Ende haben" müsse - auch angesichts der Toten in Ceuta - und auf den "Schockmoment", den die Bilder aus Ceuta für ganz Europa bedeutet hatten, geht der österreichische Europaabgeordnete Lukas Mandl im Live-Interview mit Welt.de TV ein.
Der Parlamentarier betonte den Asyl- und Migrationspakt, den er selbst in der Vorperiode im Europaparlament im Innenausschuss mitverhandelt hatte, sowie die "besseren Mehrheiten in dessen Umsetzung". Durch "schnellere Asylverfahren, die Umsetzung von Abschiebungen nach der Ablehnung in einem einzigen Mitgliedsstaat, die Möglichkeit zur Rückkehrzentren sowie kräftigeren Abkommen mit Drittstaaten und Herkunftsländern und mehr" sei "Europa heute gegen Versuche der illegalen Migration gewappnet".
Die neue EU-Gesetzeslage und das Beispiel Ceuta seien auch klare Hinweise "in alle Welt", dass man durch konstruierte Migrationswellen, "wie Putin-Russland und dessen Vasallenstaaten das versucht hatten", Europa "heute nicht mehr spalten und schwächen" könne. Die als "Seenotrettung" bezeichneten Aktionen, durch die viele auch durch Beteiligung anderer Mitgliedsstaaten etwa nach Italien gekommen seien, bezeichnet Mandl klar als "parastaatlich". - "Das war nicht klug", so Mandl.
Das Dublin-Prinzip bedeutet, dass jener Mitgliedsstaat für ein Asylverfahren verantwortlich zeichnet, in dem der Asylwerber zuerst Unionsboden betreten hat. Befragt zur aktuell offenen Frage über die Verantwortung für vor dem Inkrafttreten des Asyl- und Migrationspakts im Juni 2026 in Italien illegal Angekommenen zeigte Mandl Verständnis für die Haltung der italienischen Regierung, wenn diese sei, dass man Dublin erst nach dem Inkrafttreten wieder voll anwende. Der österreichische Europaabgeordnete ist "überzeugt, dass zwei vernünftige Regierungsvertreter wie Antonia Tajani und Johann Wadephul zu einer vernünftigen Lösung kommen".
